Ohnmachtsgefühle Co-Mutter – emotionale Belastungen bedenken

Lesbischer Kinderwunsch Co MutterHat es mit der künstlichen Befruchtung Daheim geklappt, sollten eigentlich alle wunderbar glücklich sein. Das ersehnte Wunschkind wächst und gedeiht, der Geburtstermin ist ausgerechnet, die Familienplanung nimmt neue Wege an. Doch nicht selten klinken sich Gedanken ein, die emotional belasten. Sie trägt das Kind eines anderen. Ist es mein Kind? Wie wird es aussehen? Diese Gedanken widersprechen zwar jeder Logik – Sie haben sich ja beide für diese Schwangerschaft entschieden – doch sind sie nun mal da. Einige Punkte können helfen, mit diesen Gefühlen der Ohnmacht besser umzugehen.
 

Sprechen Sie über Ihre Ängste

Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin über Ihre Bedenken. Diese auszusprechen kann helfen. In welcher Rolle sieht Ihre Partnerin sie? Machen Sie sich bewusst, dass die Frage der emotionalen Elternschaft in Ihren Händen liegt. Wir sind geprägt von den kulturellen Vorstellungen, die uns umgeben – auch wenn wir ihnen widersprechen. Dies gilt auch für die Vorstellung von Familie. Auch wenn das Kind nicht ihre biologischen Merkmale trägt – es wird ihre emotionalen tragen und ihre Werte vermittelt bekommen. Klingt kitschig, ist aber so

 

Heiminsemination verstehen

Vergegenwärtigen Sie sich die Prozedere. Bei einer Heiminsemination ist die Möglichkeit, als Co-Mutter aktiv an der Zeugung beteiligt zu sein vorhanden. Das Erbgut selber kommt zwar von einem (fremden) Mann, doch haben Sie den Akt der Zeugung durchgeführt.

Die Frage nach dem Aussehen scheint furchtbar oberflächlich und dennoch taucht sie immer wieder auf. Wenn Sie und ihre Partnerin den Samenspender kennen, haben Sie Anhaltspunkte. Überlegen Sie im Vorhinein, ob Ihnen dieser Punkt wichtig ist. Sollte die Spende über eine liberale Samenbank geschehen, gibt es die Möglichkeit, sich sogenannte „nicht identifizierbare“ Informationen geben zu lassen (Haarfarbe, Körpergröße, Alter, beruflicher Hintergrund u.ä.) oder den Spender selber auszusuchen. In Deutschland werden nur YES Samenspender vermittelt, eine total Anonymität ist somit nicht möglich.

 

Regenbogenfamilie gemeinsam planen

Nehmen Sie Arzttermine gemeinsam wahr. Eine Schwangere verbringt relativ viel Zeit bei Routineuntersuchungen. Versuchen Sie als Co-Mutter bei so vielen dieser Termine wie irgendmöglich dabei zu sein.

Geburtsvorbereitung – Hebammen-Termine, Gymnastikkurse – teilen Sie, wenn möglich, auch diese Zeit. Bereiten Sie sich gemeinsam auf die Geburt Ihres Wunschkindes vor!

 

Studie zu Regenbogenkindern

Davon, dass Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Familien aufwachsen, nicht „benachteiligt“ sind, benötigt hier keiner weiteren Erläuterung. Wer es dennoch schwarz auf weiß belegt haben möchte, kann dies in einer wissenschaftlichen Studie des Bayrischen Staatsinstituts für Familienforschung der Universität Bamberg (im Auftrag des Bundesjustizministeriums) nachlesen. Der LSVD bietet eine Umfassende Erläuterung hierzu im Download an.

Ergebnisse zur Studie über die Lebenssituation von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinsachten / LSVD.

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