Tipps für die biologische Mutter

Lesbischer Kinderwunsch Biologische MutterDie Frau, die eine künstliche Befruchtung empfängt, sollte sich bestimmten Untersuchungen unterziehen und sich auch gewisse Fragen stellen. Eine Schwangerschaft setzt gewisse körperliche Bedingungen voraus. Auch verändert sie den Körper und den Hormonhaushalt der Frau. Gesundheitliche Aspekte wie Krankheiten, fehlende Immunitäten oder Erbkrankheiten gefährden eine Schwangerschaft aber auch emotionale Aspekte sollte man berücksichtigen. Die Entscheidung, ein Kind auszutragen bedeutet eben auch, einen heranwachsenden Menschen in sich zu tragen - was emotional bereichernd aber auch kräftezehrend sein kann. Auch die körperlichen Veränderungen wie Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sind ein Punkt. Weiter ist auch der Körperbau der Frau hinsichtlich der geplanten Geburt zu beachten. In Einzelfällen können diese Punkte helfen, eine Entscheidung zu treffen – oftmals stehen diese Punkte dem Wunsch, ein eigenes Kind zu haben, hinterher. Wichtig sind jedoch medizinische Voraussetzungen, die durch Untersuchungen abgeklärt werden können.
 

Spezielle Untersuchungen für die Frau

Die biologische Mutter sollte sich Tests hinsichtlich Geschlechtskrankheiten und Erbkrankheiten vor der Schwangerschaft unterziehen. Auch wenn kein direkter Geschlechtsverkehr zwischen biologischem Vater und biologischer Mutter durchgeführt wird! Denn diese Krankheiten können sich auf die Entwicklung des geplanten Kindes auswirken. Auch langejährige monogame Beziehungen sind kein Garant – Krankheiten wie Chlamydien können Jahre bis Jahrzehnte unentdeckt in sich getragen werden. Eine Chlamydieninfektion zeigt in 80% aller Fälle gar keine Symptome. Die Entwicklung des Ungeborenen kann es jedoch erheblich schädigen.
 

Geschlechtskrankheiten Check Mutter

- HIV
- Chlamydien
- Hepatits B
- Hepatits C
- Gonokokken

 

Untersuchungen vor einer Schwangerschaft

Vor einer Schwangerschaft sollten noch weitere Gesundheitschecks durchgeführt werden. Grundlegend für eine terminierte Schwangerschaft ist eine Zyklusauswertung. Eine erfolgreiche Befruchtung ist auch davon abhängig, wie regelmäßig der Eisprung erfolgt und ob er überhaupt erfolgt. Hinzu kommen kommen Checks, die eine problemfreie Schwangerschaft ermöglichen sollen. Wer sich rechtzeitig schützt läuft während einer Schwangerschaft weniger Gefahr an unliebsamen Krankheiten zu leiden. Außerdem können durch die richtigen Untersuchungen Gründe für ausbleibende Schwangerschaften oder eventuelle Aborte entdeckt und verhindert werden.
 

Checks vor der Befruchtung

- Check ob Fortpflanzungsorgane anatomisch gesund
- Allgemeine Blutuntersuchung
- Tests auf Toxoplasmose-Immunität
- Test auf Zytomegalie
- Test auf PCT
- Diphterie und Tetanus (wenn letzte Impfung länger als 10Jahre her)
- Influenza-Schutz aufbessern
- Zahnarztbesuch
- Anstehende OPs vor der Schwangerschaft erledigen – Röntgen ist während dessen tabu!
- Checken Sie Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen auf Nebenwirkungen bezüglich Ihrer Fruchtbarkeit oder einer Schwangerschaft
- Körpergewicht regulieren

 

Toxoplasmose und Schwangerschaft

Toxoplasmose wird durch Katzenkot übertragen und kann eine Schwangerschaft gefährden. Es kann zu Fehlgeburten sowie Behinderungen beim Kind führen. Gartenerde, halbrohes oder rohes Fleisch sowie eben Katzendreck sollten vermieden werden, wenn keine Toxoplasmose-Immunität besteht. Diese kann von einem Arzt festgestellt werden.
 

Zytomelagie und Schwangerschaft

Zytomelagie wird durch den Zytomegalievirus (Herpesgruppe CMV) verursacht. Es wird davon ausgegangen, das 80% aller Menschen weltweit diese Viruserkrankung einmal durchlebt haben. Die Übertragung kann durch Geschlechtsverkehr und Küssen geschehen, da es sich um eine Tröpfcheninfektion bzw. Schmierinfektion handelt. Ist eine Schwangere an Zytomegalie erkrankt, ist die Gefahr groß, dass ihr Kind große Schäden erleidet. Infiziert frau sich in der ersten Hälfte der Schwangerschaft an Zytomegalie, ist die Gefahr, dass das Kind geschädigt ist etwa 50%. Fehlgeburten sind selten doch betreffen Missbildungen in der Mehrzahl der Fälle das Gehirn des Kindes.
 

PCT und Schwangerschaft

Frauen, die heterosexuellen Geschlechtsverkehr haben, können sich auch einem Postkoitaltest (PCT) vor einer geplanten Schwangerschaft unterziehen. Hier wird zwei bis acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr untersucht, ob der Zervixschleim der Frau negative Wechselwirkungen mit der Spermienflüssigkeit aufweist. Es gibt Fälle, in denen Zervixschleim und Spermienflüssigkeit nicht harmonieren und deshalb Schwangerschaften ausbleiben. Dies ist aber ein sehr facettenreiches Problem und bedarf individueller Untersuchungen.
 

Influenza und Schwangerschaft

Fällt die Schwangerschaft in eine typische Influenza-Zeit, sollte die entsprechende Impfung aufgefrischt werden. Ab dem dritten Monat einer Schwangerschaft wird eine Influenza Impfung vielerorts ohne weiteres durchgeführt. Tetanus sollte aufgefrischt werden, so kann der Schutz vor Wundstarkrampf auch in der Nestschutzphase weitergegeben werden.
 

Zahnarzt und Schwangerschaft

Ein Zahnarztbesuch vor der Schwangerschaft ist wichtig, da „Altlasten“ wie Amalgam-Plomben beseitig werden sollten. Aber nicht nur das: die Schmerzen und dazugehörige Betäubungen sind nicht kompatibel mit einer Schwangerschaft! Bedarf ein größerer Eingriff den Einsatz von Röntgenstrahlen, kann dies während einer Schwangerschaft nicht durchgeführt werden!
 

Gewicht und Schwangerschaft

Untergewicht wie auch Übergewicht können eine Schwangerschaft verhindern In beiden Fällen hat die ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen oder eine fehlerhafte Ernährung Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Auch kann ein geschwächter Stoffwechsel negative Auswirkungen auf eine Schwangerschaft haben. Gesunde Ernährung ist hier das a und O. Doch was ist ein gesundes Körpergewicht= Hier liefert der viel beschworene Body Maß Index (BMI) eine guten Anhaltspunkt.
 
Ideale BMI Ergebnisse

Alter BMI
von 19 bis 24 19-24
von 25 bis 34 20-25
von 35 bis 44 21-26
von 45 bis 54 22-27
von 55 bis 65 23-28

 

BMI und Schwangerschaft

Die BMI-Formel lautet BMI-Formel lautet BMI = Körpergewicht : Körpergröße in m2
Drei Monate vor der Schwangerschaft

 

Lebendimpfungen vor Schwangerschaft

Gewisse Impfungen dürfen auf keinen Fall während einer Schwangerschaft verabreicht werden. Hier ist der schwul-lesbische Kinderwunsch klar im Vorteil: wer seine Schwangerschaft so genau planen kann, vermindert die Gefahr einer Überschneidung von Krankheit und Schwangerschaft enorm – besonders, wenn die richtigen Impfungen zur richtigen Zeit stattfinden! Masern, Mumps, Röteln und Windpocken – während einer Schwangerschaft können diese sogenannten Kinderkrankheiten verheerende Folgen haben – massive Fehlbildungen sowie Fehl- oder Totgeburten können durch diese Virusinfektionen ausgelöst werden.
 

Masern und Mumps Vorsorge

Masern treten in der Schwangerschaft seltener auf. Ist die Gefahr von Fehlbildungen gering so steigt jedoch die Gefahr von Fehlgeburten und Totgeburten durch eine Erkrankung an Masern während einer Schwangerschaft. Weiter wird eine höhere Säuglingssterblichkeit bei Kindern beobachtet, deren Müttern an Masern während der Schwangerschaft erkrankt waren.

Mumps (Ziegenpeter) während der Schwangerschaft wird als Ursache für Hörschäden bei Kindern angesehen. Weiter ist die Gefahr einer Fehl- oder Totgeburt erhöht.
 

Röteln und Schwangerschaft

Röteln in der Schwangerschaft können körperliche Missbildungen beim Ungeborenen auslösen. Je früher in einer Schwangerschaft frau sich an Röteln infiziert, desto größer die Gefahr. Fehlgeburten oder Frühgeburten sind besonders innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate häufige Folgen. Das Kongenitale Rötelnsyndrom (CRS) ist die Überbezeichnung für Schäden bei Ungeborenen durch das Rötelvirus. Im ersten Vierteljahr einer Schwangerschaft ist eine häufige Folge das Gregg Syndrom (Defekte an Herz, Ohr und Augen).
 

Windpocken und Schwangerschaft

Windpocken in den 19 ersten Wochen einer Schwangerschaft (SSW 19) können zu schwerwiegenden Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen. Ca. 5% aller Frauen sind nicht immun gegen diese Kinderkrankheit. Vor einer Schwangerschaft denken viele Frauen, eine Windpocken-Impfung sei nicht nötig, wenn sie sich als Kind damit rumgeschlagen haben. Auch eine Erkrankung im Kindesalter bedeutet nicht zwingend, dass frau sich nicht anstecken kann. Ein Check auf Windpocken-Immunität vor eine Schwangerschaft ist ratsam. Bei einer Erkrankung der Schwangeren sind meist Haut, Augen oder Gehirn des Babys betroffen. Brechen Windpocken etwa 5 Tage vor der Geburt oder 2 Tage nach der Entbindung auf, ist die Gefahr für das Baby groß: etwa 30% der Kinder sterben!

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