Befruchtung der Eizelle

Heiminsemination Befruchtung EizelleEine Heiminsemination ist eine spannende und aufregende Sache. Was aber passiert genau, sobald die Spermien im Körper der potentiellen biologischen Mutter sind? Jetzt muss erst einmal gewartet werden, denn eine Befruchtung findet beim Menschen von Natur aus innerhalb des Körpers statt, die ersten Anzeichen brauchen ihre Zeit. Erst die moderne Medizin hat eine Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers ermöglicht. Die Entwicklung der Kindes muss jedoch im Körper einer Frau stattfinden. Doch es ist gewiss: Sobald sich der männliche Samen im Körper der Frau befindet, treten gesunde Spermien ihren Weg zur Eizelle an.
 

Der Weg zur Eizelle

Spermien schwimmen in den Eileiter. Weibliche Enzyme töten gewisse Proteine im Sperma ab, hierdurch werden diese zeugungsfähig. Dies dauert ein paar Stunden. Ein großer Teil der Spermien stirbt im sauren Milieu der Scheide. Die überlebenden Spermien schwimmen nun durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter in den Eileiter.

Etwa 24 Stunden nach einem Eisprung befindet sich ein reife Eizelle im Eileiter, und etwa vier Tage lang überleben Spermien im Körper der Frau. Hierdurch ergibt sich eine Zeitraum von 5 fruchtbaren Tagen – 4 vor dem Eisprung plus ein Tag danach.
 

Verschmelzung männlicher und weiblicher Keimzellen

Das Spermium muss die äußerste Schicht der Eizelle durchdringen, die Zona pellucida. Darunter befindet sich einen Ebene aus Follikelzellen. Gewisse Proteine der äußeren Schicht lösen bei Kontakt mit einem Spermium die sogenannte Akrosomreaktion aus, welche die Verschmelzung von Sperma und Eizelle starten. Ist ein Spermium eingedrungen, wird die Membran der Eizelle depolarisiert, damit kein weiteres Spermium eindringen kann. Die anderen Eizellen sterben kurz danach ab. Nun beendet die Eizelle die zweite Reifeteilung. Es bildet sich ein männlicher und ein weiblicher Vorkern. Diese vereinigen sich zu einem kompletten, diploiden Zwei-Chromatid-Chromosomensatz. Dies ist die befruchtete Zelle, welche das Erbgut beider biologischen Eltern beinhaltet (Zygote). Die Zeugung ist beendet.
 

Gebärmutter und Einnistung

Ca. 24h später beginnt die Zellteilung, bei jeder Teilung verdoppeln sich die Zellen. Die Eizelle wandert durch den Eileiter Richtung Gebärmutter. Am dritten Tag erreicht die befruchtete Eizelle die Gebärmutter, zu diesem Zeitpunkt ist ein 12 bis 16 Zellenstadium eingetreten. In der Gebärmutter entsteht aus sich abgeteilten Zellen der Eizelle die Plazenta (Mutterkuchen), welcher zu Versorgung des Babys dient. Die restlichen Zellen verlassen die Hülle der Eizelle und setzten sich oben an die Schleimhaut der Gebärmutter. Jetzt ist die Einnistung abgeschlossen. An diesem Punkt beginnt nach Mehrheit der Meinungen eine Schwangerschaft. Der Nachweis des Hormons hCG im Blut ist ein sicheres Indiz für eine vorliegende Schwangerschaft. Etwa 10 Tage nach der Befruchtung kann ein Schwangerschafts-Frühtest hier erste Informationen liefern, das Ausbleiben der nächsten Menstruation muss also nicht abgewartet werden.
 

Wie entstehen Zwillinge und Mehrlinge?

Findet innerhalb weniger Stunden ein zweiter Eisprung statt (was äußerst selten vorkommt), kann es zu einer Zwillingsschwangerschaft kommen, aus der zweieiige Zwillinge entstehen. Zweieiige Zwillingen können unterschiedliche Geschlechter haben und sich, wie nicht zur selben Zeit ausgetragene Geschwister, äußerlich unterscheiden.

Eineiige Zwillinge entstehen, wenn eine befruchtete Eizelle sich in zwei Zellkerne teilt. Der Zeitpunkt der Zellteilung bestimmt, ob die Babys in zwei oder in einer Plazenta heranwachsen. Sie haben immer dasselbe Geschlecht. Bei Zweieiigen Zwillingen kann das Geschlecht unterschiedlich sein. Bei einer künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers (In-vitro Fertilisation – IVF), wie sie in Kinderwunsch-Kliniken vorgenommen werden kann, treten häufig Mehrlingsschwangerschaften mit drei oder mehr Babys auf.
 

Was kann eine Schwangerschaft verhindern?

Eine Eileiterschwangerschaft tritt ein, wenn die befruchtete Eizelle am letzten Stück des Eileiters stecken bleibt. Dieses letzte Stück ist der engste Part des Eileiters. Vernarbungen, zum Beispiel durch Eileiterentzündungen, können Ursache für solche Vernarbungen sein. Eileiterentzündungen werden nicht selten durch Chlamydieninfektionen ausgelöst.
 

Gefahr Gelbkörperschwäche

Das Einnisten der Befruchteten Eizelle kann durch eine Gelbkörperschwäche verhindert werden. Frauen, die unter dieser leiden, tragen eine befruchtete Eizelle in sich, die sich jedoch nicht einnisten kann. Oft spüren Frauen in den ersten Tagen nach einer erfolgreichen Befruchtung typische Symptome einer Schwangerschaft, doch tritt diese nicht ein. Die befruchtete Eizelle wird mit der nächsten Menstruation abgeblutet. Eine diagnostizierte Gelbkörperschwäche kann – je nach Stärkegrad – ärztlich behandelt werden.
 

Symptome einer Gelbkörperschwäche

- sind regelmäßige Zyklen, die trotz Besamung in keiner Schwangerschaft resultieren
- eine verkürzte zweite Zykushälfte (kürzer als 12-16 Tage)
- mehrere frühe Fehlgeburten

Jedoch ist eine Diagnose sehr schwer. Eine symptothermale Zyklusbeobachtung ist kann hier Fachärzten bei der Erkennung helfen.

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