Wie funktioniert Heiminsemination?

HeiminseminationWer sich für eine Heiminsemination entschieden hat, macht einen wichtigen Schritt Richtung Familienplanung und hat eine Zeit des Planens und Organisierens vor sich. Einige grundlegende Fragen sollten Sie sich gleich nach der Entscheidungsfindung stellen.
Als erstes: Versuchen Sie die Heiminsemination so angenehm und entspannt wie möglich zu gestalten! Wie jeder Versuch gezielt ein Kind zu zeugen, ist „Erfolgsdruck“ nicht zu unterschätzen. Hier ist auch die Situation des Samenspenders nicht unwichtig – denn auch hier kann sich das Wissen, dass jemand auf die Uhr schaut bzw. ein Ergebnis haben will, durchaus auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Sollte die Samenspende in derselben Wohnung wie die Insemination stattfinden sollten Sie versuchen, die Atmosphäre „seines Zimmers“ positiv zu gestallten. Wenn möglich, könnte die Frage nach seinen Vorlieben hilfreich sein (in Sachen Magazine und Filme).
 

Insemination zeitlich planen – Eisprung ermitteln

Zweitens: Die Insemination selber sollte zum bestmöglichsten Zeitpunkt stattfinden. Hierzu ist es wichtig, die fruchtbaren Tage der Mutter in spe zu kennen. Frauen sind im Schnitt nur 7 Tage im Monat fruchtbar – wer den Zeitpunkt des Eisprungs im Voraus bestimmen kann, hat die Möglichkeit, eine künstliche Befruchtung so zielgerichtet wie möglich vorzunehmen, nutzen. Gezielte Zyklusbeobachtung ist hier ein effektiver Weg um einen passgenauen Zeitpunkt für eine Heiminsemination zu finden.

Was brauche ich für die Woche vor der Insemination?

- Hustensaft oder Schleimlöser zur Verbesserung der Zervixschleimkonsistenz
- Versuchen Sie die Woche vor der Insemination zu „entstressen“.

 

Was brauche ich für den Tag der Heiminsemination?

- Datum des Eisprungs
- Spendersamen
- Auffangbehältnis für Spendersamen aus Plastik oder Glas
- Taschentücher
- Spritze oder Besamungskappe (günstige Alternative: Menstruationskappe)
- bequemes Handtuch zum drauflegen
- bequemes Kissen, um Hüfte nach der Insemination hochzulagern
- Ruhige und entspannte Umgebung für den Samenspender
- Ruhe und eine entspannte Umgebung für die Mutter in spe

 

Eventuell notwendig:

- Vertrag über den Ausschluss von Unterhaltszahlungen

 

Bitte beachten: Unterhalts-Ausschluss nicht bindend!

Dieser ist nach deutschem Recht nicht bindend! Vereinbarungen bauen, besonders im Rahmen einer privaten Samenspende, auf gegenseitiges Vertrauen.

 

Wie führt man Spendersamen ein?

Der Spendersamen kann mit einer Spritze in die Vagina eingeführt werden. Natürlich ohne Nadel sondern nur über die Plastikspritze. Das Einspritzen sollte mit Druck geschehen, so dass das Sperma mit möglichst viel Schwung auf den Weg gebracht wird. Danach sollte die Frau ca. 30 Minuten auf dem Rücken liegen bleiben um zu gewährleisten, dass das Sperma in der Nähe des Muttermundes bleibt.

 

Bechermethode mit Menstruationstasse

Eine Alternative zur Spritze ist eine Inseminationskappe, hier werden die Spermien im Grunde so nahe wie möglich an ihren Zielort herangetragen. Sie werden in die Kappe gefüllt. Diese wird vor den Muttermund gesetzt. Inseminationskappen sind relativ kostspielig. Günstige Alternativen sind Menstruationskappen wie die Lunette und Yuuki. Je nach Verträglichkeit gibt es Produkte aus verschiedenen Materialien. Diese werden von Frauen, die Tampons oder Binden als Hygienemittel ablehnen oder nicht nutzen können verwendet und sind im Fachhandel oder auch in Internetshops erhältlich.
 

Einsetzen der Menstruationstasse

Man halte die Tasse in einer Hand und drückt eine Seite leicht ein, so dass sich die Tasse quasi zusammenfaltet. Bei mit Samen befüllten Tassen darauf achten, dass kein Samen verschüttet wird. Den eindrückenden Finger auf der Inseminationstasse lassen, sie springt sonst zurück in ihre Form. Die eingedrückte Tasse in die Vagina der potentiellen biologischen Mutter einführen und vorsichtig hochschieben Richtung Gebärmutter hochschieben. Es ist sinnvoll, dass die Schwangere in spe diesen Vorgang mit einer leeren Tasse übt um herauszufinden, wie sich die beste Position anfühlt.

Sitzt die Tasse vor dem Gebärmutterhals, den Finger von ihr nehmen, die Besamungstasse springt nun in ihre Form zurück. Diese schmiegt sich der flexiblen Umgebung an und saugt sich am Genbärmutterhals fest. Dies ist schmerzfrei und setzt das Sperma direkt dort aus, wo es hin soll – und versperrt den Weg zurück.
Einsetzen üben!

Das Einsetzen der Kappe muss geübt werden – nicht erst mit Spendersamen darin! Nutzen Sie die „Übungsrunden“ auch um den Moment der Zeugung entspannter angehen zu können! Somit haben Sie die Möglichkeit, durch vorhergehende „Spielchen“ den emotional aufwühlenden Akt der Insemination aufzulockern. Eine korrekt aufgesetzte Kappe bedeutet auch, dass die Frau sich ohne Einschränkungen bewegen kann.

 

Weitere Tipps zum Gelingen der Heiminsemination:

1. 30 Minuten liegen bleiben

Die biologische Mutter in spe sollte nach Einführen des Sperma für etwa 30 Minuten mit erhobenen Becken liegen bleiben. Am besten bequem mit unterliegendem Kissen und angewinkelten oder an die Wand gestützten Beinen.

Von einer Insemination durch einen Katheder wird für die Heiminsemination abgeraten uns sollte nur durch einen Facharzt vorgenommen werden, da Verletzungsgefahr besteht!


2. frischen Spendersamen nutzen

Für die Heiminsemination ist „frischer“ Samen empfehlenswert. Bei vorher eingefrorenen Spendersamen ist die Erfolgsquote geringer. Zuvor eingefrorener Samen wird bei intrauteriner Insemination (also durch Aufbereitung durch einen Arzt und direktes Einführen in den Muttermund) erfolgsversprechender genutzt.

Von einer Insemination durch einen Katheder wird für die Heiminsemination abgeraten uns sollte nur durch einen Facharzt vorgenommen werden, da Verletzungsgefahr besteht!

 

3. Lust macht schwanger

Auch wenn einer Heiminsemination nicht unbedingt die Krönung der romantischen Lust darstellt, sollten Sie versuchen, das Einführen der Samen lustvoll zu gestallten. Je erregter die Mutter in spe ist, desto höher ist auch die Chance einer Befruchtung: die Qualität des Zervixschleims verbessert sich, je stimulierter frau ist. Soll bedeuten, er verflüssigt sich und den Spermien gelangen auf diesem Wege leichter zur Eizelle. Zäher Gebärmutterhalsschleim hat eine Gittersturkur, die ein Durchkommen erschwert. Verflüssigter Zervixschleim hat eine gradlinige Fadenstrukur, die ein zielgenaues Vorankommen fördert. Weiter können die Kontraktionen eines Orgasmus nach einführen des Sperma die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen!

Liebe lieber lustvoll ist somit auch für den Kinderwunsch wichtig! Deshalb ist es ratsam, dass die Co-Mutter in spe ihre Partnerin stimuliert und den Moment der gemeinsamen Zeugung, und die positive Erinnerung an die – ja durch und durch terminierte – aktiv positiv mitbeeinflusst.

 

 

Insemination Heiminsemination

Erfolgschancen

Hier finden Sie Informationen rund um die Frage, welche Faktoren Insemnation und deren Erfolgschancen beeinflussen. Alter ist ein Faktor aber auch Mängel wie eine Gelbkörprschwäche kann ausschlaggeben sein.

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Was findet eigentlich nach einer Befruchtung im Körper statt? Wie genau entsteht eine Schwangerschaft? Was kann eine Schwangerschaft trotz erfolgreicher Befruchtung verhindern?

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